Edition Alpstein X

01-10-2015
Hier ist sie, die neuste Abfüllung der Edition Alpstein..

 

ACHTUNG: diese Edition ist nicht im Online-Shop erhältlich, sondern nur im Brauquöll Appenzell, im Getränkemarkt Ziel Appenzell, bei Glen Fahrn Mörschwil sowie bei auserlesenen Whisky-Händlern.

 

 

Hier die Tasting Notes von Julia Nourney:

 

Edition Alpstein X:

Die zehnte Alpstein-Abfüllung kommt zunächst in einem fruchtigen Gewand daher. Dieser Einfluss ist hauptsächlich auf Eichenfässer zurückzuführen, die vormals mit Merlot-Wein befüllt waren. Zwar hat der  Whisky ursprünglich auch zwei Jahre in ehemaligen Bierfässern gelegen, wie es das ungeschriebene Säntis-Whisky-Gesetz vorschreibt, die haben aber offensichtlich keinen großen Einfluss genommen und die geschmackliche Prägung eher der fünf-jährigen Merlot-Fass-Reifung überlassen. Die interessante Verwandlung, die der Whisky von der süßlich-fruchtigen Nase über den würzigen Geschmack bis hin zum leicht holzigen Nachklang nimmt, spiegelt genau die Reifung in einem Eichenfass wider, das mit einem fruchtig-würzigen Wein wie einem Merlot vorbelegt war.

Insgesamt 2.200 Flaschen dieses 7-jährigenWhiskys werden wiederum nur ein Tropfen auf den heißen Stein des Sammlermarktes sein und es zunehmend schwieriger für spätentschlossene Genießer machen, eine Flasche zu erstehen.

 

 

Farbe:             
Rotgold

 

Nase:              

Erstaunlich süßlich, insgesamt sehr fruchtig wie Kirschen, Himbeeren und reife Kakifrucht, aber auch Trockenfruchtnoten wie von Zwetschken sowie Fruchtwein-Aromen, intensive Vanille- und Toffee-Noten, nur ganz leichte Würzaromen wie von Muskat und Tonka-Bohnen, insgesamt ein Nasenschmeichler.

 

Gaumen:        

Der Whisky ist jetzt nicht mehr ganz so weich und auch kaum mehr süßlich, jetzt stehen Würznoten(Tonka-Bohne, Pfeffer, Muskat, karamellisierter Ingwer) deutlich im Vordergrund und lassen die Fruchtaromen (hauptsächlich noch Kirschen und Trockenpflaumen) hinter sich, zusätzlich dezente

Mandelaromen und eine ganz leichte Rauchnote.

 

 

Nachklang:     

Der große Schritt der Veränderung, den der Whisky zwischen Nase und Gaumen genommen hat, setzt sich im Nachklang fort. Jetzt dominieren die Würznoten mit etwas Rauch, es sind kaum mehr Fruchtaromen erkennbar, dafür zeigen sich nun inmitten des warmen Prickelns auf der Zunge noch leicht bittere und holzige Aromen der sieben-jährigen Eichenfass-Reifung.

 

Bemerkung:   

Dieser Whisky hat für jede Art eines Whisky-Liebhabers etwas zu bieten, egal ob man sich zu den „Schnüfflern“ zählt, die einen Whisky am liebsten nur nasal wahrnehmen, man vorwiegend wegen dem Geschmack Whisky mag oder sich hauptsächlich mit den Aromen beschäftigt, die sich erst nach dem Runterschlucken zeigen.