Die neue Spezialedition Cask 1144 lebt

17-05-2013
Säntis Malt Cask 1144, 8 Jahre, 57,5% Vol. Der Säntis Malt kommt langsam in die Jahre und erstmals wird jetzt ein 8-jähriger Whisky vorgestellt. Obwohl in Appenzell schon seit Juli 1999, also von Anbeginn der neuen Zeitrechnung für Schweizer Brennereien, die erst seit diesem Datum Getreide verarbeiten dürfen, destilliert wird, ist das nun der älteste jemals abgefüllte Whisky des Säntis Labels.

 

Zwar wurde auch vorher schon Whisky in der Brauerei Locher AG hergestellt, aber davon gibt es nur noch geringe Mengen in wenigen Fässern. Erst ab 2005 wurde eine etwas grössere Menge produziert, so dass wir hoffentlich auch zukünftig noch die eine oder andere Abfüllungen aus diesem Jahrgang, der quasi das Fundament der Säntis-Serie darstellt, sehen werden.

 

Farbe
Bernsteinfarben mit Rotgold-Reflexen


Nase
Frisch-fruchtig, insbesondere Johannisbeeren und Zitrusnoten, Limettenzesten, feuchte Tabakblätter, leicht herbal, eine zarte Süsse, die sich aber im ersten Moment verbirgt; wie ein warmer Dachboden im Hochsommer. Mit leichter Verdünnung wird der Geruch wärmer, karamelliger, würziger, aber auch etwas holzig.


Gaumen
Frisch gebackene Bisquit-Rolle mit Johannisbeer-Buttercreme-Füllung, wiederum zarte Zitrus- und Zestennoten, würzig- kräutrig, etwas frisches Holz Durch die Zugabe von einigen Tropfen Wasser wird dieser Whisky etwas holziger und floraler, herbaler und somit auch trockener.

 

Nachklang
Die Frische bleibt recht lange stehen, dann entwickelt sich aufgrund der Holznote aber ein trockenes Mundgefühl, der Whisky wird etwas prickelnder und pfeffriger am Gaumen.


Bemerkung
Die 8-jährige Reifung in Eichenfässern macht diesen Whisky recht ölig, fast dickflüssig. Insbesondere im Glas kann man sehr schön die Schlieren erkennen, die breit und schwer die Glaswand hinablaufen, was gleichzeitig auch noch ein Augenschmaus ist.


Charakter
Dieser Whisky ist ein Schwergewicht, stabil wie eine alte Eiche, aber er hat eben auch seine zarten, sensiblen und lebhaften Seiten, die man oft erst auf den zweiten Blick erkennt.