Edition Alpstein XIV - Dolç de Mendoza Finish, 48% Vol.

19-03-2018
Der Alpstein ist tot. Lang lebe der Alpstein. Die 14. Abfüllung der Alpstein Reihe behält seinen typischen Charakter und geht dennoch neue Wege.

 

Alpstein XIV - Dolç de Mendoza Finish

 

Reifung: 5 Jahre Eichenholz-Bierfässer
Finish: 2 Jahre in Dolç de Mendoza Fässern (roter Süsswein aus Alicante, Spanien)
Alkoholgehalt: 48% vol.
Erhältlich:
2'200 Flaschen à 50cl

 

Die Reifung bzw. Nachreifung in Süßwein-Fässer ist ein bewährtes Instrument für die aromatische Entwicklung von Whiskys. Die meisten der vergangenen dreizehn Abfüllungen der Alpstein-Serie sind dafür das beste Beispiel. Doch bei dieser vierzehnten Abfüllung ist alles anders! Denn erstmals wurden nicht die hinlänglich bekannten Fässer verwendet, die vormals Sherry oder Port zur Reifung dienten, dieses Mal kamen Dolç de Mendoza Süßwein-Fässer aus Alicante in Spanien zum Einsatz. Die Brauerei und Brennerei im Herzen Appenzells hatte schon in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit den Fässern des prestigeträchtigen Mendoza-Weingutes von der Westküste Spaniens gemacht, denn der in den gleichen Fässern nachgereifte Whisky der Appenzeller Whisky-Trek-Serie, der ausschließlich im Besucherzentrum der Brauerei erhältlich  ist, entwickelte  sich zu einem der Publikumsfavoriten der kompletten Reihe. Wie schon bei den vorangegangenen Abfüllungen der Alpstein-Editionen wurde auch dieser Whisky nach einer ursprünglichen Reifung in traditionellen Bierfässern, die in diesem Fall fünf Jahre dauerte, anschließend für eine zweijährige Zweitreifung in die spanischen Süßweinfässer aus Alicante umgelegt. Insgesamt wurden nur 2‘200 Flaschen abgefüllt.  



Farbe:    

leuchtendes Kupfer mit goldenen Reflexen

Nase:    

Apfelschale, Birnenschale, Bisquit-Teig, würzig-süßlich und weinig, etwas herbal wie frisch getrocknetes Heu, Rum-Rosinen, Vanille, Orangeat, Cocktail-Kirsche, Dörrzwetschge und Zwetschgenmus, sehr dezente Biernote im Hintergrund    



Gaumen:   

Röstaromen und Dörrbirne, würzig wie Muskat, Tonkabohne und Kardamom, Vanille und etwas Nelke, dunkle Schokolade gefüllt mit Zwetschgenmarmelade und Marzipan

Nachklang:

warm und würzig, dabei sehr mundfüllend, insbesondere in der Mitte der Zunge bildet sich ein wärmender Fleck, dabei entwickelt sich ein seidiges Gefühl

 

 

Bemerkung:    

Dieser Whisky hat eine ganz außergewöhnliche Komplexität, wie sie wohl noch nie in dieser Intensität bei einer Alpstein-Abfüllung beobachtet werden durfte.
              

März 2018 / Julia Nourney

 

 

 

Info für passionierte Geniesser:

Den roten Süsswein „Dolc de Mendoza“ vom Weingut Enrique Mendoza in Alicante (ES), dessen Fässer wir für unseren Alpstein verwendet haben  ist in Kürze in unserem Getränkemarkt "Ziel" in Appenzell oder bei Vogelsanger Weine im Geschäft in Abtwil oder online zu kaufen.

 

Das Weingut

Der Oenologe Pepe Mendoza ist ein Perfektionist, ein wahrer Qualitätsfanatiker. Er arbeitet ausschliesslich mit eigenen, natürlichen Hefestämmen. Seine Rotweine werden weder geschönt noch gefiltert. Er lässt den Weinen genügend Zeit zu reifen und sich selbst zu klären.  Vermarktet wird erst, wenn Qualität und Trinkreife den höchsten Ansprüchen Pepes genügen. Pepe Mendoza ist zurecht im Jahre 2000 zu einem der fünf besten Weinmacher Spaniens gewählt worden.

 

Der Süsswein „Dolç de Mendoza

Dolç de Mendoza ist ein natürlicher Süsswein der aus Trauben der Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon, Syrah und Pinot Noir hergestellt wird. Die Trauben stammen von den eigenen Weinreben des Weingutes die sich auf der Lage El Chaconero im Örtchen Cabezo de la Virgen, in Villena befinden.  Dolç de Mendoza wird nur in ganz besonderen Jahrgängen hergestellt, da es nötig ist dass die Trauben besonders gesund sind damit sie die Überreifung gut überstehen bevor Sie in der ersten Dezember Woche geerntet werden. Nach der Lese werden die Trauben gequetscht und entstielt um dann in rostfreie Stahltanks gefüllt zu werden wo die Fermentation stattfindet. Die Hefe wandelt anschliessend den Zucker in Alkohol und so fermentiert der Most bis zu einem Alkoholgehalt von 14%. Durch den hohen Alkoholgehalt stirbt ein Grossteil der Hefe schon vorher ab und so verbleibt im Wein der genau richtige Grad an Alkohol sowie Restzucker. Danach wird in neue Barriques aus amerikanischem Eichenholz abgefüllt um die Tannine zu verfeinern und ihm Röstnoten zu verleihen die dann im Abgang spürbar sind. Abgefüllt wird ohne Kühlung und ohne Klärung und so kann nach einer Zeit ein natürlicher Bodensatz entstehen.